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Schwedenkreuze

Schwedenkreuze, © Reinhard Podolsky

Zum Andenken und als Dank für die Beendigung des Dreißigjährigen Krieges wurden auf kaiserliche Anordnung österreichweit sogenannte Schwedenkreuze errichtet.Und manche davon erzählen eine ganz spezielle Geschichte: Etwa das in die Erde versunkene Schwedenkreuz, das einige hundert Meter von Reinprechtspölla entfernt an der linken Seite der Straße nach Gars steht. Es ist aus einer Sandsteinplatte gehauen, etwa einen Meter hoch und zeigt im Stamm das eingemeißelte Bild einer Mistgabel mit drei Zinken. Die einfache Arbeit sieht nicht danach aus, als ob sie von einem Steinmetz gemacht wurde. Die von Generation zu Generation in abendlichen Erzählungen verbreitete Geschichte über dieses Schwedenkreuz sagt, dass an dieser Stelle eine Magd, die auf dem Feld Mist ausbreitete, von einem schwedischen Soldaten überfallen wurde. Als sie sich seiner nicht mehr erwehren konnte und auch niemand auf ihre gellenden Hiferufe reagierte, griff sie in höchster Verzweiflung zur Mistgabel und rammte die Spitzen in den Bauch des Mannes. Zu Tode getroffen, sank er nieder und starb an Ort und Stelle. In aller Eile und Stille vergrub man den schwedischen Soldaten an dieser Stelle und legte das steinerne Kreuz mit der eingemeißelten Gabel auf sein einsames Grab. Auch erzählt die Legende, dass man bei der Verbreiterung der Straße vor einigen Jahrzehnten noch Knochenreste in der Erde fand...

Ein zweites Schwedenkreuz findet sich neben der Kirche in Kühnring, wohin es aber erst vor rund drei Jahrzehnten gebracht wurde. Vom ursprünglichen Platz neben der alten Hochstraße von Eggenburg nach Horn wurde es hierher übersiedelt, um es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

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