Gefahr im Müll: Warum Batterien niemals im Restmüll landen dürfen
In Niederösterreich landen jährlich rund 7,7 Tonnen Batterien und Akkus im Restmüll und damit dort, wo sie nicht hingehören. Auf den ersten Blick wirken Batterien unscheinbar. Doch jede falsch entsorgte Batterie birgt ein erhebliches Risiko. Im Schnitt befinden sich in jedem Müllfahrzeug acht Lithiumbatterien! Werden diese beim Sammeln, Pressen oder Sortieren beschädigt, drohen Brände oder Explosionen.
Der 100-Prozent-Mythos
Viele Geräte wie Smartphones, Laptops oder E-Bikes bleiben oft so lange am Ladegerät, bis sie 100 Prozent Akkuladung erreichen. Doch bei Lithium-Ionen-Akkus belastet ein dauerhaft voller Ladezustand die Zellen ebenso wie eine vollständige Entladung. Beides verkürzt die Lebensdauer, erhöht den Innenwiderstand und verringert die nutzbare Kapazität. Fachleute empfehlen daher, Akkus im Alltag nur zwischen etwa 20 Prozent und 80 Prozent zu laden. In diesem Bereich halten sie deutlich mehr Ladezyklen aus und altern langsamer.
Wer richtig lädt, nutzt länger
Batterie ist nicht gleich Batterie: Für jede Batterieart gibt es das passende Ladegerät, und die Verwendung eines ungeeigneten Ladegeräts kann die Lebensdauer erheblich verkürzen oder sogar zu Schäden führen. Ladegewohnheiten und Abfallmengen hängen also enger zusammen, als viele denken und beeinflussen unmittelbar auch die Sicherheit in der Abfallwirtschaft.
Was blinkt, gehört nicht in den Restmüll
Kleine Geräte wie elektrische Zahnbürsten, E-Zigaretten, Kinderspielzeug, Rasierapparate oder Fernbedienungen landen besonders häufig im Restmüll und bergen gerade deshalb ein hohes Brandrisiko. Die einfache Regel lautet: Alles, was leuchtet, blinkt, Geräusche macht oder sich bewegt, gehört zur Sammelstelle, nicht in eine Mülltonne oder dem Gelben Sack.
Versteckte Akkus richtig entsorgen!
Geräte mit verbauten Lithium-Batterien oder -akkus einfach kostenlos im Sammelzentrum abgeben. So können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und gleichzeitig Brände in Müllfahrzeugen und Anlagen verhindert werden.

