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Kapelle Amelsdorf

01.03.2017
Kapelle Amelsdorf

  1250 erstmalige Erwähnung von Amelsdorf (Amlungensdorf) im Zusammenhang mit Otto von Sleuvnz der Güter von Passau zu Lehen hatte. Daher dürfte Amelsdorf zu Passau gehört haben. 1285 hat Chunigunde von Sleuvnz das Eigentumsrecht an Ulrich von Hochstetten übergeben.   Die nächste Erwähnung ist aus dem Jahre 1353 von der Übergabe an die Pfarre Gars und zum gleichen Zeitpunkt wird Wisent erstmalig erwähnt. Weshalb der Wisent miteinbezogen wird erklärt sich später. Die derzeitige  Kapelle wurde 1879 erbaut. Ob es vorher schon einen Glockenturm oder Kapelle gab oder nur die Kapelle in Wisent ist nicht nachvollziehbar. Als Stifter wird Herr Lorenz Schlosser angeführt. Von wo Herr Schlosser abstammt bzw. welche Beziehung er zu Amelsdorf hatte ist nicht bekannt. Mitte 1936 erhielt die Kapelle ein neues Kreuz und in diesem befinden sich in einer Kupferrolle alte Schriften die in dem vorherigen Kreuz ebenfalls aufbewahrt waren und diese könnten einige Hinweise betreffend der Kapelle enthalten. Die Kapelle ist den Heiligen Peter und Paul geweiht. Am Altar befinden sich zwei große Statuen welche aus dem Gutshof Wisent stammen sollten und diese stellen den Hl. Franziskus und Urban dar. Diese Annahme dürfte relevant sein da der Gutshof, welcher einmal zweigeschossig war, im Jahre 1900 durch Blitzschlag in Mitleidenschaft gezogen wurde. In diesem befand sich eine Kapelle. Der Stiegenaufgang ist noch ersichtlich. Ursprünglich hatte die Kapelle nur eine Zinnglocke. Diese ist datiert aus dem Jahre 1744 gegossen zu Krems an der Donau von der Fa. Vörtterlechner und diese steht unter Denkmalschutz. Zu Beginn des  2. Weltkrieges ist diese eingezogen worden und sollte eingeschmolzen werden. Zwei beherzte Frauen (Leopoldine Boigenfürst und Anna Nöbauer - Geschwister) sammelten Eisenscheine und bewerkstelligten dadurch den Ankauf einer Gussstahlglocke. Eine Interessante Geschichte haben diese Glocken. Nach 1945 hat sich der damalige Herr Pfarrer Ebner von Burgschleinitz auf die Suche nach den eingezogenen Glocken auf der Pfarre gemacht. Er hat unter anderem die Glocke von Amelsdorf in Wien gefunden und diese ist am 18.07.1948 wieder geweiht und in den Turm aufgezogen. Als “Weisse Mädchen“ fungierten Frau Anna Trauner, welche auch ein Gedicht vortrug, ihre Schwester Erna, Frau Helga Höller und Anneliese Neuwirt eine Nichte von Frau Trauner. Ebenfalls hat Frau Anna Dum ein Gedicht vorgetragen. Seit dieser Zeit gab es 2 Glocken in dieser Kapelle. Diese beiden Glocken hat Herr Franz Troje um 6, 11, 12 und 19 Uhr geläutet. Wobei um 11 Uhr die Zinnglocke verwendet wurde. Dies hat Herr Troje bis kurz vor seinem Tod beibehalten. Nach seinem Tod bzw. seiner Abholung wollte man die Glocken läuten und musste feststellen dass die Gussglocke einen fürchterlichen Ton hatte. Nach Besichtigung  der Glocke im Turm durch unseren damaligen Schmiedemeister Pfalz, stellte dieser fest, dass sich ein Riss in der Glocke befindet und diese nicht mehr läutbar ist. 1981 hat sich die Ortsbevölkerung unter Bgm. Trauner durch Spenden eine neue Glocke samt elektrischen Geläut angeschafft. Diese hat der Abt von Altenburg Pater Bernhard Naber geweiht. Als Glockenpatinnen fungierten Frau Leopoldine Dum und Ihre Schwägerin Anna Dum. Seit dieser Zeit sind wieder 2 Glocken vorhanden. Leider ist es mittlerweile nicht mehr möglich die Zinnglocke zu läuten da sich der Glockenstuhl in einem sehr schlechten Zustand befindet. Von einem Einbruch ist auch unsere Kapelle nicht verschont geblieben. Bei diesem sind die aus Holz gefertigten sakralen Gegenstände, zwei der vier Engel, die Dreifaltigkeit und ein Vortragkreuz entwendet worden. Bis heute sind der Einbruch und der Verbleib der Gegenstände ungeklärt.   Die Vorbeter von 1900 bis 1962 waren Anton Boigenfürst und Anton Dum. Von 1962 bis heute übt dieses Amt Herr Anton Zinner aus. Wofür wir ihm heute herzlich Danke sagen wollen.